
Der erste Kärntner in der Motorsport-Königsklasse
Johannes Orasche, KTZ, hat im August 2009 mit Ex-Formel-1-Piloten Patrick Friesacher gesprochen:
Am 6. März 2005 gab Patrick Friesacher in Melbourne sein Debüt in der Formel 1, die Saison konnte er wegen finanzieller Probleme jedoch nicht zu Ende fahren. Aus seinem Nachzügler-Team Minardi ist mit Red-Bull-Millionen längst Toro Rosso geworden. Seit einem Unfall im A1-Ferrari-Testboliden im Herbst 2008 in Magny Cours ist es um Friesacher ruhig geworden. Damals trug der Lavanttaler drei gebrochene Brustwirbel davon, die erst bei einem Check in Wolfsberg erkannt wurden.
Im Moment ist Friesacher auf Jobsuche. "In der A1-Serie ist nicht klar, wie es 2010 weitergeht", erzählt er. Von Experten wie Helmut Marko wurde dem 28-Jährigen einst mehr Talent bescheinigt, als den Landsleuten Wurz, Klien & Co. Doch die heimischen Kollegen haben als Peugeot-Langstrecken-Werksfahrer lukrative Verträge in den Taschen. "Natürlich hat es mich gejuckt, als ich das Rennen in Le Mans gesehen habe. Aber ohne ein Top-Auto macht es auch in Le Mans wenig Spaß", merkt Friesacher an.
Klar ist: Der Rennbazillus steckt nach wie vor im einstigen Wunderkind. "Im Moment gibt es keine konkreten Sachen. Die DTM würde mich sehr reizen."
Formel-1-Gerüchte
Die Formel-1-Gerüchte um Superfund lassen Friesacher kalt. "Das war eine gut gelungene PR-Aktion." Schumacher hätte aus seiner Sicht bei einem Comeback viel riskiert: "Mit Wirbelverletzungen sollte man nicht leichtfertig umgehen. Schumi hätte viel Druck gehabt. Wäre er nicht unter die Top 5 gefahren, hätte ihn die Presse zerrissen."
Friesacher nimmt sich jetzt Zeit für seine Partnerin Evi und die gemeinsame zweijährige Tochter Jana. Bruder Kevin hält derweil die Fahnen hoch und misst sich im ADAC-VW-Formel-Masters erfolgreich mit den Sprösslingen namhafter Rennfahrer-Dynastien. Zu den Gegnern des 18-Jährigen zählen Daniel Abt (16, Abt Motorsport) und der Brite Freddie Hunt (21), Sohn des verstorbenen Formel-1-Weltmeisters von 1976, James Hunt.
Foto: © Joesf Kuess









